Spezialunterricht

Der Spezialunterricht ist ein Unterstützungsangebot der Volksschule für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf.
Er umfasst die Fachbereiche Integrative Förderung, Logopädie und Psychomotorik, ergänzt den ordentlichen Unterricht, wird mit diesem koordiniert und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Regellehrpersonen.

Der Spezialunterricht dient dazu, bei Schülerinnen und Schülern

  • Lern-, Leistungs- oder Verhaltensprobleme, bzw. Lernauffällig-keiten oder -störungen,
  • Auffälligkeiten oder Störungen der Sprache und der Kommunika-tionsfähigkeit
  • sowie Auffälligkeiten oder Störungen der Bewegung und Körper-wahrnehmung durch Prävention zu verhindern, zu vermindern, frühzeitig zu erkennen und beim Auftreten der beschriebenen Auffälligkeiten oder Störungen Schülerinnen und Schülern die nötige Förderung zukommen zu lassen.

Integrative Förderung (IF)

Kinder und Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf werden grund-sätzlich in Regelklassen unterrichtet. Die IF unterstützt die entspre-chenden Integrationsbestrebungen der Schule.

Ziele der IF

  • Prävention von Lern-, Leistungs- oder Verhaltensstörungen in Klassen und Schulen.
  • Frühzeitiges Erfassen eines allfälligen besonderen Förderbe-darfs von Schülerinnen und Schülern.
  • Unterstützung der Entwicklungsprozesse und Förderung des schulischen Lernens bei Schülerinnen und Schülern mit beson-derem Förderbedarf und dadurch Stärkung deren Selbstvertrau-ens.
  • Unterstützung von Lehrpersonen bei Unterrichtsentwicklungs-prozessen wie bspw. der Umsetzung der inneren Differenzierung oder der individuellen Förderung.
  • Unterstützung von Lehrpersonen oder Klassen in schwierigen Si-tuationen.

Logopädie

Logopädie befasst sich mit Störungen der gesprochenen und geschriebenen Sprache, der Kommunikation, der Stimme und im Bereich Mundmotorik und Schlucken. Eine Spracherwerbsstörung führt in der Regel zu Schwierigkeiten im Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten. Sie hat Auswirkungen insbesondere auf die schulischen Fachbereiche, bei denen Sprache und Sprachverstehen von Bedeutung sind.

Ziele der Logopädie

  • Prävention von Sprachstörungen, sowie von Lese-Rechtschrei-beproblemen.
  • Frühzeitiges Erfassen und Behandeln von Kommunikations-, Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen.
  • Erweitern der sprachlichen und kommunikativen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler und dadurch Stärkung des Selbstvertrauens, der Beziehungsfähigkeit und der Partizipation am Unterricht.

Psychomotorik

Psychomotorik befasst sich mit der motorischen und emotional-sozialen Entwicklung. Die Bewegung des Menschen als Ausdruck der Beziehung zwischen Körper, Seele und Geist steht dabei im Zentrum. Körper- und Bewegungserfahrungen sind eine wesentliche Voraussetzung für die motorische, sensorische, emotionale, kognitive und soziale Entwicklung der Schülerin oder des Schülers.

Ziele der Psychomotorik

  • Prävention von Bewegungsstörungen.
  • Frühzeitiges Erfassen von Bewegungs- und Wahrnehmungsstö-rungen.
  • Aufholen eines motorischen Entwicklungsrückstands und Erwei-terung der grob-, fein- und grafomotorischen Kompetenzen.
  • Korrigieren motorischer Fehlfunktionen.
  • Entwickeln eines guten Umgangs mit evtl. bleibenden Schwierig-keiten.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und der Persönlichkeit.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) richtet sich an Kinder und Jugendliche ohne Kenntnisse oder mit noch unzureichenden Kenntnissen der Unterrichtssprache.

Ziele des DaZ-Unterrichts

  • Der DaZ-Unterricht vermittelt den gezielten Erwerb von Deutsch als Zweitsprache und fördert die Integration in den Kindergarten und in die Schule.
  • Er unterstützt Kinder und Jugendliche beim Aufbau der notwendigen Kenntnisse der Unterrichtssprache, so dass sie dem Regelunterricht zu folgen vermögen und erfolgreich lernen können.